IE00BMG8GR03 – Fidelity Global Quality Income ETF (CHF Hedged): TER, Währungsabsicherung & Vergleich mit CHDVD/CHDIR/TDIV
Der erste währungsgesicherte Dividenden-ETF der Serie — mit der höchsten TER, einer Nvidia-Spitze und einer Erkenntnis darüber, was „gehedgt“ in der Praxis wirklich kostet.
Teil 4 der Serie, und der erste mit einer CHF-währungsgesicherten Anteilsklasse: IE00BMG8GR03, der Fidelity Global Quality Income UCITS ETF CHF Hedged. 245 Positionen, physisch voll repliziert, seit 2020 am Markt — auf dem Papier eine spannende Antwort auf das Fremdwährungsrisiko, das mir bei TDIV in Teil 3 negativ aufgefallen ist. Beim genauen Hinschauen wurde daraus aber ein Artikel mit gleich zwei Überraschungen: der höchsten TER der bisherigen Serie, und einem Portfolio, das an der Spitze mehr nach KI-Mega-Cap-Wette als nach klassischem Dividendenpapier aussieht.
Kurzer Fahrplan: Zuerst die Kennzahlen, dann Struktur und Zusammensetzung (inklusive der Frage, warum Nvidia die grösste Position eines „Income“-ETFs ist), danach die Performance im CHF-Vergleich mit den ersten drei Teilen der Serie plus ein Blick darauf, was Währungsabsicherung in der Praxis tatsächlich kostet, der Steuer-Check — und zum Schluss meine Einordnung, inklusive eines weiteren kleinen Seitenhiebs auf die TER.
Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Name | Fidelity Global Quality Income UCITS ETF CHF Hedged Inc |
| ISIN | IE00BMG8GR03 |
| WKN | A2P6P1 |
| Ticker (SIX, CHF-Linie) | FGQC |
| Fondsdomizil | Irland |
| Anbieter | Fidelity International (FIL Investment Management (Luxembourg) S.à r.l., Ireland Branch) |
| Auflagedatum CHF-Anteilsklasse | 22. Juni 2020 (rund 6 Jahre am Markt, Stand 2026) |
| TER | 0.45% p.a. |
| Fondsgrösse gesamt (alle Anteilsklassen) | USD 874.0 Mio., Stand 30.06.2026 |
| Fondsgrösse CHF-Anteilsklasse | rund CHF 27–29 Mio. — kleinste Anteilsklasse der Serie bisher |
| Replikationsmethode | Physisch, vollständig (Full Replication) |
| Ausschüttend / Thesaurierend | Ausschüttend |
| Ausschüttungsrhythmus | Vierteljährlich |
| Benchmark-Index | Fidelity Global Quality Income Index NR |
| SFDR-Einstufung | Artikel 8 |
| Anzahl Positionen | 245 (Factsheet) bzw. 243 (justETF, leicht abweichender Stichtag) |
| Top-10-Konzentration | 25.87% |
| Ausschüttungsrendite | rund 2.14% |
| Risikoklasse (PRIIP-KID) | 4 von 7 |
| Empfohlene Haltedauer | 5 Jahre |
| Fondswährung (Basis) | USD — CHF-Anteilsklasse mit Währungsabsicherung (Hedged) |
| Volatilität 1 Jahr (CHF) | 11.06% |
| Gesamtrendite seit Auflegung (CHF) | +91.10% (Stand 12.08.2026) |
Quellen: PRIIP-Basisinformationsblatt (Stand 30.04.2026), Fidelity-Monatsfactsheet (Stand 30.06.2026), justETF-Profil (Stand ca. 12.08.2026), eigenes Performance-Chart (CHF, Stand 12.08.2026). Kleine Abweichungen zwischen den Quellen (TER laut KID-Kostentabelle 0.50% p.a. inkl. geschätzter Zusatzkosten vs. 0.45% laut Factsheet/justETF; Positionszahl 245 vs. 243) ergeben sich aus unterschiedlichen Stichtagen bzw. Berechnungsmethoden — im Artikel wird durchgängig mit der Factsheet-/justETF-TER von 0.45% gerechnet.
Der Gesamtfonds mit USD 874 Mio. über alle Anteilsklassen ist solide dimensioniert. Die CHF-gehedgte Anteilsklasse selbst ist mit rund CHF 27–29 Mio. aber ein kleiner Ausschnitt davon — das bedeutet nicht automatisch ein Liquiditätsproblem für den Gesamtfonds, kann sich an der SIX aber in etwas breiteren Geld-Brief-Spannen bemerkbar machen als bei den grösseren ETFs dieser Serie.
Struktur & Zusammensetzung: 245 Titel, aber mit einer Überraschung an der Spitze
Der Fidelity Global Quality Income Index NR (Indexanbieter FMR Co., Berechnung durch S&P Dow Jones, jährliches Rebalancing) filtert dividendenstarke Unternehmen aus Industrieländern zusätzlich nach fundamentalen Qualitätskriterien — Free-Cashflow-Marge, Rendite auf das investierte Kapital, Stabilität des Free Cashflow. Die Idee: nicht einfach hohe Ausschüttung, sondern finanziell robuste Unternehmen, die sich hohe Ausschüttung auch leisten können.
| Position | Gewicht |
|---|---|
| NVIDIA Corp | 5.3% |
| Apple Inc | 4.7% |
| Alphabet Inc | 4.3% |
| Microsoft Corp | 3.1% |
| Broadcom Inc | 2.1% |
| Meta Platforms Inc | 1.6% |
| Eli Lilly & Co | 1.2% |
| JPMorgan Chase & Co | 1.2% |
| ASML Holding NV | 1.1% |
| Applied Materials Inc | 1.1% |
Fidelity-Factsheet, Stand 30.06.2026.
Die Top 10 kommen zusammen nur auf 25.87% (justETF) — bei 245 Positionen rein zahlenmässig sogar noch etwas weniger konzentriert als TDIV (34.52% bei 100 Titeln). Aber schau dir die Liste genauer an: Nvidia, Apple, Alphabet, Microsoft, Broadcom, Meta — das ist im Kern die „Magnificent Seven“ minus Amazon und Tesla, angeführt von Nvidia als grösster Einzelposition. Für einen ETF, der „Quality Income“ im Namen trägt, ist das eine bemerkenswerte Ansammlung von KI-Mega-Caps an der Spitze, nicht die klassischen, eher langweiligen Dividendenzahler, die man beim Begriff „Income-ETF“ erwarten würde.
Länder (Fidelity-Factsheet, Stand 30.06.2026): USA 73.00%, Japan 6.60%, Frankreich 3.00%, Grossbritannien 3.00%, Kanada 2.80%, Schweiz 2.50%, Deutschland 1.70%, Spanien 1.40%, Niederlande 1.30%, Singapur 1.10%, Rest 3.40%. Zum Cross-Check (justETF, Stand ca. 12.08.2026, leicht abweichender Stichtag): USA 69.24%, Japan 6.65%, Schweiz 4.06%, UK 3.44%, Frankreich 3.06%.
Sektoren: Hier weichen die beiden Quellen spürbarer voneinander ab, vermutlich wegen unterschiedlicher GICS-Klassifikation und Stichtage. Fidelity-Factsheet: Informationstechnologie 28.20%, Finanzunternehmen 16.80%, Industrie 12.50%, Verbrauchsgüter 9.30%, Gesundheit 9.20%, Rest 24.00%. justETF: Technologie 35.48%, Finanzen 19.17%, Industrie 10.69%, Gesundheitswesen 9.21%, Rest 25.45%. Beide Quellen zeigen dasselbe Bild: IT/Technologie ist mit Abstand der grösste Sektor, deutlich vor Finanzen.
Mit rund 70–73% USA-Anteil ist das der mit Abstand am stärksten auf ein einziges Land konzentrierte ETF dieser Serie in Bezug auf die Länderverteilung — deutlich konzentrierter als TDIV, das seine 100 Titel bewusst über acht Industrieländer streut und die USA auf rund 15–16% begrenzt. Schwellenländer fehlen wie bei TDIV komplett, weil auch dieser Index sich auf Industrieländer beschränkt.
Performance im Vergleich: FGQC (CHF, gehedgt) vs. CHDVD, CHDIR und TDIV
Der grosse strukturelle Unterschied zu Teil 3 dieser Serie: Weil die CHF-Anteilsklasse währungsgesichert ist, braucht es hier keine Näherungsrechnung von USD/EUR nach CHF — die folgenden Zahlen sind direkt die CHF-Rendite, die du als Schweizer Anleger tatsächlich siehst.
| Zeitraum | Gesamtrendite CHF (justETF) |
|---|---|
| Lfd. Jahr (YTD) | +13.31% |
| 1 Jahr | +19.53% |
| 3 Jahre | +47.90% |
| 5 Jahre | +50.46% |
| Seit Auflage (MAX, 22.06.2020) | +91.10% |
Quelle: justETF-Rendite-Tab, CHF-Ansicht, Stand ca. 12.08.2026. Die „Seit Auflage“-Zahl (+91.10%) deckt sich mit dem eigenen Performance-Chart, das als Thumbnail für diesen Artikel dient.
Und jetzt der direkte Vergleich mit den ersten drei Teilen der Serie — alle vier bereits in CHF, ohne Währungsrauschen nötig:
| ETF | Basiswährung | 1 Jahr | 3 Jahre | Seit Auflegung |
|---|---|---|---|---|
| VanEck Dividend Leaders (TDIV) | CHF | +28.64% | +79.05% | +189.20% (10 J.) |
| iShares Swiss Dividend (CHDVD) | CHF | +17.70% | +43.56% | +183.75% (12 J.) |
| Fidelity Global Quality Income (FGQC) | CHF (gehedgt) | +19.53% | +47.90% | +91.10% (6 J.) |
| UBS MSCI Swiss Dividend (CHDIR) | CHF | +13.41% | +22.22% | +23.53% (3.3 J.) |
Quellen: justETF bzw. eigene Performance-Charts, Stand Mitte August 2026 (aus Teil 1–3 der Serie). Achtung: Die Spalte „Seit Auflegung“ vergleicht unterschiedlich lange Zeiträume (3.3 / 6 / 10 / 12 Jahre) — nur zur groben Einordnung, nicht direkt vergleichbar. FGQC liegt über 1 und 3 Jahre zwischen CHDVD und TDIV — solide, aber keine Ausreisser-Performance in die eine oder andere Richtung.
Ein Hedge ist nicht gratis, und die Kosten dafür stecken nicht sauber sichtbar in der TER, sondern in der laufenden Differenz zwischen Fonds- und Indexrendite. Aus dem Fidelity-Factsheet, Kalenderjahr-Renditen in CHF, Fonds vs. Index:
| Jahr | Fonds (CHF) | Index (CHF) | Differenz |
|---|---|---|---|
| 2021 | +22.9% | +25.9% | −3.0 Pp |
| 2022 | −11.1% | −9.6% | −1.5 Pp |
| 2023 | +13.4% | +7.3% | +6.1 Pp |
| 2024 | +9.7% | +19.7% | −10.0 Pp |
| 2025 | +13.9% | +5.6% | +8.3 Pp |
Eigene Berechnung auf Basis der im Fidelity-Factsheet ausgewiesenen Kalenderjahr-Renditen (Fonds minus Index), Stand 30.06.2026.
Diese Differenz schwankt Jahr für Jahr zwischen minus 10 und plus 8 Prozentpunkten — weit mehr, als die TER von 0.45% allein erklären könnte. Der Haupttreiber ist die Zinsdifferenz zwischen USD und CHF (Carry): Ist der USD-Zins deutlich höher als der CHF-Zins, kostet das Hedging tendenziell, dreht sich das Verhältnis, kann es sogar zum Vorteil werden. Für dich als Anleger heisst das: Der Hedge nimmt dir zwar das sichtbare Fremdwährungsrisiko von TDIV ab, ersetzt es aber durch eine weniger sichtbare, aber teils grössere Schwankung, die von der Zinspolitik zweier Notenbanken abhängt statt vom EUR/CHF-Spotkurs. „Währungsgesichert“ bedeutet also nicht „kostenfrei“ — nur „anders riskant“.
Schweizer Steuer-Check
Stempelsteuer (Umsatzabgabe): Weil FGQC in Irland domiziliert ist, gilt er wie TDIV als „ausländisches“ Papier. Handelst du über eine Schweizer Bank oder einen Schweizer Broker, zahlst du als Privatanleger effektiv 0.15% Umsatzabgabe pro Transaktionsseite — doppelt so viel wie bei den beiden CH-domizilierten ETFs der Serie (dort 0.075%).
Handelst du stattdessen über Interactive Brokers*, fällt die Stempelsteuer wie bei den anderen drei Teilen der Serie komplett weg — IBKR ist kein Schweizer Effektenhändler und damit von der Abgabe nicht erfasst. Bekannter Nachteil bleibt: kein automatisches Schweizer Steuerreporting, Ausschüttungen und Bestände musst du selbst in der Steuererklärung erfassen.
Verrechnungssteuer (CH): Entfällt. Die Schweizer Verrechnungssteuer (35%) wird nur auf Ausschüttungen von in der Schweiz domizilierten Fonds erhoben. FGQC ist in Irland domiziliert — hier greift sie nicht.
Irland hat mit den USA ein Doppelbesteuerungsabkommen, über das UCITS-Fonds mit irischem Domizil ihre US-Dividenden i. d. R. nur mit 15% US-Quellensteuer statt dem Standardsatz von 30% belastet bekommen — genau der Mechanismus, den ich schon bei TDIV (Teil 3) beschrieben habe, und der Hauptgrund, warum Irland als ETF-Domizil so verbreitet ist.
Bei FGQC ist dieser Punkt aber deutlich relevanter als bei TDIV: Während TDIV nur rund 15–16% USA-Positionen hält, sind es bei FGQC rund 70–73%. Derselbe Steuersatz (15%) betrifft hier also einen viel grösseren Teil des Portfolios — die 15% US-Quellensteuer ist bereits in der ausgewiesenen Fondsperformance eingepreist, ein zusätzlicher Formular-DA-1-Aufwand wie bei TDIV/Niederlande entsteht dabei nicht, weil Irland (anders als die Niederlande) keine eigene Quellensteuer auf Ausschüttungen an ausländische Anleger erhebt.
Mehr zum Grundprinzip: Quellensteuer Schweiz: US-Dividenden zurückfordern — und warum das ETF-Domizil entscheidet.
Dividenden als Einkommen: Wie bei den anderen drei Teilen der Serie gilt: Jede Ausschüttung ist zu deinem persönlichen Grenzsteuersatz als Einkommen steuerpflichtig. Mit einer Ausschüttungsrendite von rund 2.14% liegt FGQC nahe bei CHDVD (2.21%) und spürbar unter CHDIR und TDIV (beide rund 3.0%) — du zahlst also eine vergleichbare laufende Einkommenssteuerlast wie bei CHDVD, aber zu einer deutlich höheren TER.
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Meine Einordnung
Was mir an FGQC gefällt: physische Vollreplikation wie bei den anderen drei Teilen der Serie, mit 245 Positionen und einer Top-10-Konzentration von nur 25.87% rein zahlenmässig sogar breiter gestreut als TDIV, und mit der CHF-Hedged-Anteilsklasse ist das der erste ETF dieser Serie, der das Fremdwährungsrisiko tatsächlich absichert, statt es dir einfach zu überlassen. Sechs Jahre Track Record seit 2020 sind zudem nicht nichts, gerade weil dieser Zeitraum bereits einen echten Stresstest (2022, −11.1% in CHF) enthält.
Was mich stört, und zwar gleich mehrfach: Erstens die TER von 0.45% — nochmals teurer als TDIV (0.38%), und damit die höchste der bisherigen Serie. Wenn schon bei VanEck die „multiple 100“ eines gewissen Schweizer „Finance Guy“ im ETF-Vertrieb mitfinanziert werden mussten (siehe Teil 3, und falls dir das Zitat nichts sagt: 20min-Artikel dazu) — dann muss bei Fidelity offenbar noch etwas mehr für den Vertrieb drin liegen. Halb im Ernst: 0.45% TER für einen passiven, regelbasierten Index ist der teuerste Posten dieser ganzen Serie, und die kleine CHF-Anteilsklasse (~CHF 27–29 Mio.) macht das nicht günstiger.
Zweitens: Der Hedge ist nicht gratis, auch wenn er das nicht so aussehen lässt. Die Jahr-für-Jahr-Differenz zwischen Fonds und Index (siehe oben, bis zu 10 Prozentpunkte) zeigt, dass „währungsgesichert“ reales, zusätzliches Auf und Ab bedeutet — nur eben eines, das von der USD/CHF-Zinsdifferenz statt vom Spotkurs abhängt. Das ist kein Beinbruch, aber es widerlegt die naive Vorstellung, ein Hedge würde einfach nur „Risiko wegnehmen“.
Drittens, und das ist für mich der grösste Punkt: FGQC schüttet aus wie der Rest der Serie, mit rund 2.14% aber zu einer Rendite, die nicht mal höher liegt als bei CHDVD — du bekommst also dieselbe Einkommenssteuerlast wie beim günstigsten ETF der Serie, bezahlst dafür aber die höchste TER. Und viertens: Mit rund 70–73% USA-Anteil und einer Top-10-Liste, die im Kern aus Nvidia, Apple, Alphabet, Microsoft, Broadcom und Meta besteht, ist das für mich kein klassischer Dividenden-ETF mehr, sondern ein Quality-Growth-Index im Dividenden-Kostüm. Nvidia als grösste Einzelposition eines „Income“-ETFs — das passt für mich nicht zusammen, gerade angesichts der Bewertungen, die aktuell auf KI-Mega-Caps liegen. Keine Schwellenländer, dafür maximale Konzentration auf genau die Aktien, bei denen ich am vorsichtigsten wäre.
Vergleichbare Alternativen — und wie es in der Serie weitergeht
| ETF | ISIN | TER | Domizil | Positionen | Top-10 | Ausschüttung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| iShares Swiss Dividend (CHDVD) | CH0237935637 | 0.15% | Schweiz | 20 | ~60%* | 2.21% |
| UBS MSCI Swiss Dividend (CHDIR) | CH1244681594 | 0.12% | Schweiz | 17 | 95.70% | ~3.0–3.1% |
| VanEck Dividend Leaders (TDIV) | NL0011683594 | 0.38% | Niederlande | 100 | 34.52% | ~3.0–3.03% |
| Fidelity Global Quality Income (FGQC) | IE00BMG8GR03 | 0.45% | Irland | 245 | 25.87% | ~2.14% |
*Top 4 Positionen bei CHDVD, nicht Top 10.
Als Nächstes und Letztes in der Serie: der Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield (IE00B8GKDB10), mit über 2’300 Positionen die wohl breiteste Alternative der Serie — spannend wird der Vergleich, ob dort dieselbe USA-/Mega-Cap-Konzentration auftaucht wie bei FGQC, oder ob die deutlich grössere Titelzahl das relativiert.
Häufige Fragen
Ist der Fidelity Global Quality Income ETF (IE00BMG8GR03) für die Säule 3a geeignet?
Nein — auch dieser ETF ist nicht als 3a-konformes Produkt strukturiert. Für die Säule 3a brauchst du spezifische 3a-Wertschriftenlösungen deiner Bank oder Vorsorgestiftung.
Ist die CHF-Hedged-Anteilsklasse automatisch die bessere Wahl als eine ungehedgte Alternative wie TDIV?
Nicht automatisch. Der Hedge nimmt dir das sichtbare Fremdwährungsrisiko ab, ersetzt es aber durch eine weniger sichtbare Schwankung durch die USD/CHF-Zinsdifferenz — in manchen Jahren zu deinen Gunsten, in anderen dagegen (siehe Tabelle oben, bis zu 10 Prozentpunkte Differenz zum Index in einem einzelnen Jahr). Dazu kommt die höhere TER. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie stark du Wechselkursschwankungen grundsätzlich vermeiden willst.
Warum ist Nvidia die grösste Einzelposition eines Dividenden-ETFs?
Weil der zugrunde liegende Index Dividendenzahler zusätzlich nach Qualitätskriterien (Free Cashflow, Kapitalrendite) filtert — und aktuell erfüllen mehrere grosse Technologiekonzerne diese Kriterien, während sie gleichzeitig (moderate) Dividenden zahlen. Das Ergebnis ist ein Portfolio, das stärker in Richtung Quality-Growth tendiert als ein klassischer, auf hohe Ausschüttungsrendite fokussierter Dividenden-Index.
Zahle ich bei FGQC Stempelsteuer, wenn ich über Interactive Brokers handle?
Nein. Wie bei den anderen drei Teilen der Serie entfällt die Schweizer Umsatzabgabe, weil IBKR kein Schweizer Effektenhändler ist. Handelst du stattdessen über eine Schweizer Bank, zahlst du wegen des irischen Fondsdomizils 0.15% statt der 0.075% bei CHDVD/CHDIR.
Muss ich für FGQC ein Formular DA-1 ausfüllen, so wie bei TDIV?
Nein. Anders als die Niederlande erhebt Irland keine eigene Quellensteuer auf Ausschüttungen an ausländische Anleger. Die (bereits auf Fondsebene eingepreiste) US-Quellensteuer von 15% betrifft dich nicht direkt — du deklarierst die Ausschüttungen einfach wie gewohnt als Einkommen.
Keine Anlageberatung. Ich teile meine persönliche Meinung und wie ich selbst investiere. Die genannten Zahlen sind sorgfältig recherchiert — aus dem offiziellen PRIIP-Basisinformationsblatt, dem Fidelity-Monatsfactsheet sowie justETF — aber keine Garantie für zukünftige Renditen und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Triff eigene Entscheidungen und konsultiere bei Bedarf einen zugelassenen Finanzberater oder Treuhänder.